… ein Mädchen, das begann, ein eigenes blog zu schreiben…
Jaja, lang ist es hier, dass ich hier mal etwas geschrieben habe. Dabei ist eigentlich recht viel „bloggenswertes“ passiert, doch irgendwie bin ich immer wieder darüber hinweggekommen.
Das soll nun nachgeholt werden.
Kapitel 1:
Wie mein letzter Lebensabschnitt endete ODER
Wie ich gegen das Schreckgespenst 2. Staatsexamen kämpfte
Mein letzter blogeintrag handelte von der nervigen Lernerei, der Lustlosigkeit, den Konzentrations- und Motivationsproblemen die verdammte 2. Staatsprüfung betreffend. Wie schwer es mir fiel, mich aufzuraffen, wie ausgebrannt und unmotiviert ich nach all diesen Jahren war.
Das alles liegt nun hinter mir.
Am 12.11. war es soweit: Mein großer Tag war gekommen – ich legte die zwei Unterrichtspraktischen Prüfungen und das Kolloquim ab. Insgesamt war es längst nicht so stressig, nervenaufreibend und schrecklich, wie ich es mir vorgestellt hatte. Der Tag verging schnell und auch, wenn am Ende nicht das notenmäßige Traumergebnis stand, so hatte ich es doch geschafft!
Von diesem Tag an war meine Ausbildung zuende. 5 Jahre Studium, 2 Jahre Referendariat… Und nun: examinierte Lehrerin! Kein Lernen mehr, keine Rechtfertigung mehr, keine Nachtschichten am Schreibtisch mehr… Zumindest nicht gezwungenermaßen – alles was jetzt noch kommt ist freiwillig.
Darauf folgten einige Tage absoluter Enspannung. Zwar konnte ich noch nicht wirklich komplett realisieren, dass es wirklich vorbei ist – aber ich bemerkte immer mehr, wie k.o. und ausgebrannt ich war. Am liebsten hätte ich mich ins Bett gelegt und wäre mindestens drei Tage nicht aufgestanden.
Und endlich konnten all die Dinge kommen, auf die ich mich so gefreut hatte:
Kapitel 2:
Berlin ODER
Wie das Landmädchen in die Stadt fuhr
Letztes Wochenende ging es ab nach Berlin. Schon seit Wochen hatte ich mich sehr darauf gefreut. Nicht nur, weil ich diese wundervolle Stadt gerne wieder einmal besuchen wollte, sondern vor allem wegen der Menschen, die mich dort erwarteten.
Endlich, endlich, endlich – nach unzähligen DMs und stundenlangen Chats im Skype traf ich auf die wundervolle @rachelzwitscher und sie ist im wahren Leben tatsächlich genauso lustig, herzlich, amüsant, interessant und unterhaltsam wie in der virtuellen Welt. Ich habe wirklich das Gefühl, das war der zweite Anfang einer tollen Freundschaft (der erste Anfang wurde ja bereits virtuell gemacht).
Das Wochenende begann für mich bereits am Donnerstagabend mit der Fahrt zu der großherzigen @emiliablue , welche mir für die Nacht auf Freitag Obdach in ihrem Heim bot, damit ich nicht schon mitten in der Nacht stundenlange Fahrten zum Flughafen auf mich nehmen musste. Denn irgendwer hatte in einer Art Geistesblitz die hervorragenede Idee, es wäre doch ganz zauberhaft, einen Flug um 6.40 Uhr zu buchen… Nun ja… Viel Zeit in Berlin, wenig Zeit zum Schlafen…
Also kamen wir – gelinde gesagt – müde in Berlin an. Von ausruhen konnte keine Rede sein – nach einem leckeren Frühstück bei Zimt & Mehl (seeeehr empfehlenswerte Bäckerei!!!) wollte Frollein @rachelzwitscher zum Frisör und die arme, kleine @scoottery musste man fein mit.
Und immer näher rückte das abendliche Grauen: FUßBALL!!! Ich HASSE Fußball! Aber ich kam nicht drumherum, die Tickets waren nunmal da und also hieß es dann ab in die rollende Sardinenbüchse Straßenbahn und auf ins Stadion „An der alten Försterei“ – Union gegen Cottbus… Ein passendes Spiel für Fußballneulinge, da ja soooo wenig Spannung zwischen Vereinen und Fans herrscht. Nun ja, die erhoffte Prügelei hat es dann doch nicht gegeben da unser aller Freund und Helfer eine Delegation absandte.
Im Anschluss Theater. Thema: Fußball… Der Abend schien immer besser zu werden. Aber: ES WAR GROßARTIG!!!
Im Anschluss das verzweifelte Flehen des Körpers ignorieren, welcher vehement die waagerechte Lagerung auf einer weichen Unterlage forderte und ab nach Friedrichshain in ein nettes Etablissement zum gemütlichen Beisammensitzen und das Schlafdefizit mit vitaminreichen Drinks (Cuba Libre) überspielen.Wirklich lustig, wirklich nett, wirklich interessante Begegnungen.
Irgendwann heim und komatöser Schlaf. Samstag und Sonntag etwas ruhigeres Programm – aber wir sind ja auch nicht mehr die jüngsten und auch nicht das Letzte mal in Berlin gewesen…
Ich sollte vielleicht auch mal erwähnen, welchen Menschen ich diese lustigen Tage mit zu verdanken habe. Hey! Machen wir doch gleich mal sowas wie einen Follow-Friday draus! Diese Menschen kann ich auch als twitterer nur empfehlen (auch, wenn es sich zum Teil natürlich um berliner Gesindel handelt).
Natürlich meine beiden Ladies @emiliablue und @rachelzwitscher –> wahnsinns-Frauen! Mädels, ich drücke euch an dieser Stelle mal ganz fest! :-*
Der Freitagabend wurde versüßt durch @bunkinho, @Askowronek, @NoPanik und den freundlich Cuba-Libre-Nachschub-Lieferer @wikipeter.
Auch, wenn sie mir diese Fußball-Sache eingebrockt haben, sind @rudelbildung und @saumselig trotz ihrer Leidenschaft für diesen seltsamen Ballsport im RL nette Menschen… seltsam aber wahr
Am Samstagabend war dann dieses #tweihnachtsmarkt-dingens angesagt, welches jedoch aufgrund der beschissenen unpassenden Wetterlage mehr oder weniger ins Wasser fiel. Mich hat die Lust verlassen, alle Leute aufzuzählen, die da waren – bitte schaut einfach hier.
Soooo…. das war Berlin…
Und nun sollte ich auch langsam mal zum Ende dieses posts kommen… Erst wochenlang gar nichts schreiben und dann so lang werden, dass keiner die Geduld hat, alles zu lesen. Ts ts ts… Allen, die bis hierher gekommen sind: herzlichen Glückwunsch! Du besitzt viel Ausdauer
Ich wünsche noch einen wundervollen sonnigen Sonntag (einige scheinen ja sogar Schnee zu haben) und verspreche, dass der nächste Eintrag nicht so lange auf sich warten lassen wird!
Fröhlich und strahlend reckt die kleine Ina die Arme in die Luft. Sie scheint motiviert zu sein, frisch und froh in den neuen Tag starten zu wollen. Und sie hat recht damit. Jeder Tag ist ein neues Abenteuer, eine neue Herausforderung, eine neue Chance soviel dazuzulernen. Gerade für so einen Wurm, der die Welt mit jedem Tag neu entdeckt und gar nicht schnell genug neue Informationen aufnehmen kann. Es gibt so viel zu lernen für ein kleines Kind, soviel zu erfahren, soviel Neues zu verarbeiten.
was sagt Ihr dazu?