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Nostalgie

Heute war ich nostalgisch. Ich habe meine alte Fakultät besucht.

Nachdem ich sie im November 2007 zur letzten mündlichen Prüfung im Examen verließ, habe ich dieses Gebäude nur noch zweimal betreten. Das erste Mal, um Bücher zu holen – das zweite Mal, um sie wieder zurück zu bringen. Das ist nun allerdings auch schon wieder fast drei Jahre her (2. Staatsarbeit… brrrr…).

Schon damals hatte ich das Gefühl, dass es nicht einen Tag her gewesen sei, dass ich fast täglich durch diese Flure lief trottete, mich in Vorlesungen mehr oder weniger interessiert mit mehr oder (meist) weniger wichtigem Wissen anfüllen ließ und (mehr als alles andere) auf etwas wartete. Im Nachhinein habe ich das Gefühl, ich hätte mein Studium zum großen Teil mit Warten zugebracht.

Zuallererst habe ich natürlich auf den Studienplatz an sich gewartet – und das immerhin ein Jahr.

Während der fünf Jahre, die ich dann eingeschrieben war (und das deckt sich tatsächlich auch mit der Zeit, in der ich wirklich aktiv studiert habe), habe ich darauf gewartet, dass Vorlesungen und Seminare beginnen. Hierbei handelt es sich um eine gar nicht unbeträchtliche Anzahl an Stunden – da alles immer und überall überfüllt war, musste man bei besonders beliebten oder besonders wichtigen Vorlesungen durchaus auch mal eine (halbe bis ganze) Stunde eher da sein, um einen vernünftigen Platz zu bekommen (bei dem man sowohl sehen als auch hören könnte, was vorne passierte). Ach ja – vorab musste man natürlich (ein, zwei oder auch drei Semester) warten, einen Platz in den wichtigen Vorlesungen und Seminaren zu bekommen. Zu wenig Dozenten und Räume für viel zu viele Studenten.

Das schlimmste Warten war meiner Meinung nach jedoch das Warten auf Dozenten-Sprechstunden. Einmal die Woche zur festgelegten Zeit – leider manchmal nicht vermeidbar, dass man daran teilnehmen musste, um sich für Prüfungen anzumelden, Themen zu besprechen oder Ergebnisse abzuholen. Dummerweise mussten das neben mir noch gefühlte 10.000 andere Studenten – so konnte es vorkommen, dass man ganze Vor-/ Nachmittage damit zubrachte, auf irgendwelchen Fluren auf dem Boden zu sitzen und, naja – zu warten. Hinzu kam, dass es sich um sehr hässliche, unbequeme, im Sommer heiße und im Winter kalte Flure handelte.

Genug des Exkurses in die Vergangenheit.

Heute habe ich also in einem Anflug von Nostalgie das Gelände der Heilpädagogischen/ Erziehungswissenschaftlichen Fakultät (so hieß das damals – mit den neumodischen Bezeichnungen kann ich Altvogel nix anfangen) der Universität zu Köln betreten.

Und wieder einmal musste ich feststellen: es ist alles genau wie vor fünf Jahren. Es hat sich nichts verändert.

Auf dem Flur hängen noch immer dieselben Zettel an der Wand wie damals. Nein – eine Trillion alter Tesa-Reste zeugen davon, dass sie in der Vergangenheit ausgetauscht wurden, aber das „schwarze Brett“ wirkt genauso chaotisch und gammelig wie damals.

Am Ende des Flures stehen noch immer diese vier (!!!) einsamen Kopierer, die schon damals immer überlastet oder gleich komplett außer Betrieb waren.

Die Toiletten, die ich leider aufsuchen musste, ließen mich fragen, wie ich es damals nur aushalten konnte, täglich auch nur in ihre Nähe zu kommen.

Insgesamt machte die ganze Fakultät denselben erbärmlichen, dreckig-siffigen, heruntergekommenen und traurigen Eindruck, wie damals vor fünf Jahren.

Heute war auf den Fluren und in der Halle nur wenig Betrieb (Semesterferien), doch damals war es immer voll. Gedränge in den Hörsälen, auf den Fluren, an den wenigen Computern im „Rechenzentrum“, vor den Büros der Dozenten, vor den Seminarbüros…

Und wieder hatte ich dieses Gefühl von damals: kann es sein, dass HIER an diesem heruntergekommenen und schlecht ausgestatteten Ort LEHRER ausgebildet werden? Die Menschen, die zukünftige Generationen ausbilden sollen? Die dafür zuständig sind, dass Kindern und jungen Menschen das Wissen vermittelt wird, welches sie für Leben und Beruf so dringend benötigen? Wenn in diesem Land kein Geld da ist, um in einer Fakultät wie meiner nichts so zu verändern, dass in einem vernünftigen Maße studiert werden kann – was bedeutet dann Bildung? Was ist sie uns wert?

Und wofür gab es eigentlich Studiengebühren? Ja, ich weiß, sie wurden abgeschafft und es waren die Studenten selbst, die am schärfsten gegen sie protestiert haben -aber dennoch wurden einige Jahre Gebühren verlangt. Wo ist dieses Geld gelandet?

Nach meinem heutigen Eindruck nicht dort, wo ich heute war. Schade.

ohne worte

mir fehlen die worte.

die worte dafür, zu beschreiben, was in meinem kopf und in meinem herzen vor sich geht.

schon oft war ich in dieser situation. schon oft war ich verwirrt, konfus, völlig durcheinander und schon oft viel es mir schwer, meine gedanken zu ordnen.

doch oft wurde das herz-kopf-chaos verursacht durch enttäuschung, missverständnis, traurigkeit.

immer wieder habe ich rückschläge verarbeiten müssen, immer wieder wurden pläne durchkreuzt, immer wieder platzen seifenblasen und ich musste mich von träumen und wünschen verabschieden.

oft endete es mit tränen und einem weiteren abgeschlossenen kapitel.

irgendwann habe ich dann innerlich abgeschlossen. naja, abgeschlossen ist vielleicht das falsche wort. aber ich habe beschlossen, mit dem zufrieden zu sein, was ich habe. oder besser: ich wollte lernen, mit dem zufrieden zu sein, was ich habe.

und das war doch einiges. ich hatte einen guten job – sogar mit festanstellung. zudem machte mir meine arbeit (meistens) großen spaß. ich hatte eine schöne, neue wohnung mit nigel-nagel-neuer einrichtung, alles genau nach meinem geschmack. ich hatte eine wundervolle familie, die immer und bedingungslos hinter mir stand. und ich hatte einen großen freundeskreis, mit lieben menschen, die immer für mich da waren. klingt doch alles super, oder? im kopf hatte ich beschlossen, dass es gut war und ich zufrieden sein sollte.

doch das herz… das flüsterte mir immer wieder ein, was ich eigentlich wollte. ich wollte nicht allein sein. ich wünschte mir einen partner, der an meiner seite steht, der zu mir hält, der mich unterstützt, für mich da ist – mich einfach liebt.

aber ich redete mir ein, dass halt nicht jeder für das leben zu zweit gemacht ist. dass es auch menschen geben muss, die das leben allein meistern. und dass ich anscheinend zu dieser gruppe gehörte. ich versuchte immer wieder zu beschließen, dass ich es mir in meinem single-leben eben häuslich machen müsse, dass ich mir mein leben auch so schön einrichten könne…

und nun sitze ich hier. kämpfe mit den tränen.

doch es sind keine tränen der trauer oder der einsamkeit.

es sind tränen des glücks, der unbeschreiblichen freude.

ich kann es noch immer nicht fassen. ich bin nicht mehr allein.

und nicht nur das. wir planen unsere hochzeit. der termin steht, die vorbereitungen laufen immer mehr an, sogar die ringe sind schon ausgesucht…

all das kommt mir vor wie ein märchen, wie ein andauernder traum. noch kommt es mir so unwirklich vor, noch ist es über ein halbes jahr hin, bis ich tatsächlich in einem weißen kleid vor meinen mann treten werde.

immer wieder muss ich mich selbst kneifen, um mir deutlich zu machen, dass es kein traum ist. dass es wirklich wahr ist. dass es da wirklich jemanden gibt, den ich von herzen liebe – und der mich ebenfalls liebt. mit all meinen fehlern, macken und seltsamen angewohnheiten.

ich bin unglaublich glücklich.

am liebsten würde ich es in die ganze welt hinaus schreien.

statt dessen teile ich es nun dem internet mit.

manch einer mag den kopf schütteln über diese offenheit. doch im laufe der zeit habe ich so manches gefühl hier preis gegeben, so manchen gedanken verschriftlicht. da darf es doch auch mal ein jubelnd-positiver gefühlsausbruch sein.

Mein 2010

Wieder einmal neigt ein Jahr sich immer stärker dem Ende zu. Ich kann mich an kein anderes erinnern, welches so schnell verflogen und dabei so ereignisreich gewesen wäre.

Blicke ich auf das Jahr zurück, so reihen sich einige persönlich sehr wichtige Ereignisse aneinander – angefangen mit dem Ende der Zeit als Lehramtsanwärterin am 31.01. Im Anschluss daran direkt ein Folgevertrag an derselben Schule – so einfach und übergangslos hatte ich mir das nie vorstellen können. Im Sommer folgte dann auch schon die Festanstellung, mit der sich viele Bedenken in Richtung Zukunft aus dem Hinterkopf verabschieden konnten.

Nach einer unwirklichen und mitunter (vor allem mental) sehr anstrengenden Zeit zum Ende des Winters begann die Planung des „neuen Lebens“ in der neuen Stadt. Nicht mehr in der Ausbildung, nicht mehr unter ständigem Druck, nicht mehr nur noch Tage am Schreibtisch und ein etwas weiterer finanzieller Spielraum ließen etwas mehr Luft zum Atmen und für neue Pläne. Ein Umzug nach Münster stand an – raus aus dem Dorf, rein ins Leben.

Kaum in der neuen Wohnung stand eine weitere, bewegende Veränderung in meinem Leben an. ER ist in mein Leben getreten. Plötzlich, unerwartet und wundervoll.

Das Jahr 2010 brachte somit Wendungen in allen großen Bereichen des Lebens – Job, Wohnung, Privatleben.

Es war turbulent, aufregend, wundervoll und schmerzhaft.

Alles war vertreten, alles hat sich verändert.

Ich habe viel erlebt, viele Erfahrungen gemacht – sehr schöne, sehr bewegende, aber auch sehr traurige, sehr enttäuschende und sehr lehrreiche.

In diesem Jahr bin ich gewachsen – in meiner Persönlichkeit, in meinem Charakter, in meinem Wissen.

Dieses Jahr durfte ich mit wundervollen Menschen teilen (ein besonderer Gruß und eine herzliche Umarmung an dieser Stelle an die wundervolle San).

Ich blicke glücklich und ausgeglichen auf dieses Jahr zurück und erwarte gespannt all das Neue, was 2011 mir zu bieten hat.

Ich wünsche Euch allen frohe Feiertag und einen wundervollen Start ins neue Jahr!

Momentaufnahme

 

 

„Viele Menschen wissen, dass sie unglücklich sind.

Aber noch mehr Menschen wissen nicht, dass sie glücklich sind.“

(Albert Schweitzer)

 

 

Schon sehr oft in meinem Leben „wusste“ ich, dass ich sicherlich unglücklich bin. Und dabei klagte ich meist auf hohem Niveau. Doch das ist es wahrscheinlich, was mein scheinbares „Unglück“ ausmachte. Ich hatte gar nicht wirklich was zu klagen oder etwas, was mich wirklich unglücklich machte. Darum konnte ich mich in so manche Kleinigkeit, die nicht in meine rosarote Zuckerwattewelt passte, hineinsteigern und als großes Unglück empfinden.  Ich bin in gewisser Weise verwöhnt, musste nie große Verluste und/ oder Entbehrungen verarbeiten lernen. Wuchs in einem liebevollen Elternhaus auf, wo mir alles ermöglicht wurde und wo ich bis zu dem Punkt unterstützt und begleitet wurde, an dem ich nun stehe.

Und dieser Punkt, diese Momentaufnahme in meinem Leben ist ein wirklich glücklicher. Ich bin sehr froh, diesen Moment – dieses Glück – erleben zu dürfen. Doch noch viel glücklicher macht micht (vielleicht ist das das wahre Glück), dass ich es erkenne. Ich betrachte mein Leben, diesen aktuellen Zeitraum, in dem alles wundervoll ist und kann ganz bewusst und voller Überzeugung sagen: „Ja, ich bin glücklich!“

Und dafür danke ich Dir.

Kurzgeschichte: „ER“

Er nimmt alle Kraft zusammen. Er darf nicht nachgeben.

Er muss es schaffen.

Sie liegt neben ihm, ihre Augen sind geschlossen, ihre Lippen leicht geöffnet.

Ihr Atem geht schwer, unbewusst und kaum spürbar drängt ihr Körper gegen seinen.

Er kann sich nur mit Mühe zurückhalten. Mit aller Kraft presst er seine Fingernägel in die Handfläche. Es tut weh, sehr weh – doch es zwingt ihn, den Verstand zu bewahren. Es hält ihn von seinem Verlangen ab. Von der drängender werdenden Begierde, sie zu küssen, sie ganz fest zu umfassen und schließlich sich und die rationale Welt um ihn herum zu vergessen.

*

Sie sitzt im Cafe, die Beine entspannt übereinander geschlagen. In der Tasse vor ihr ist noch ein Rest Cappuccino, längst kalt. Sie hat die Augen geschlossen und hält das Gesicht in die ersten Sonnenstrahlen des Jahres. Wie sehr sie es genießt, nach diesen langen Wintermonaten.

Ihre Freundin ist bereits eine halbe Stunde zu spät, doch seltsamerweise stört sie das heute gar nicht. Es ist ein Sonntag, ausnahmsweise ein völlig leerer Tag im ansonsten so vollen Terminkalender. Sie erfreut sich einfach an der Situation, völlig ohne Hast, ohne Telefonklingeln oder das sonst fast immer allgegenwärtigen Summen der Neonröhren.

*

Er spürt, wie seine Lippe dem Nagen seiner Zähne nicht mehr lange standhalten wird. Zu hart der Druck, zu weich das zarte, verletzliche Fleisch. Kaum kann er noch die fest geballten Fäuste lösen, so krampfhaft die starre Haltung, so tief die Nägel im Handballen.

Er zwingt sich, die Lider zu schließen, den Blick von ihrem Gesicht abzuwenden – so makellos in seinen Augen. Er löst die verkrampften Kiefer, um sich das Atmen durch den Mund zu ermöglichen; ihr Geruch ist zu betörend.

Ein metallischer Geschmack von Blut in seinem Mund.

*

„Darf ich?“ – sie schreckt auf, die Tagträume verfliegen. Sie blinzelt in das grelle Licht. Einen Moment lang muss sie sich sammeln und sieht dann den jungen Mann an ihrem Tisch stehen. Sicher zehn Jahre jünger als sie, nicht schön, aber auf eine verstörende, nicht greifbare Weise attraktiv und unfassbar anziehend.

„Bitte?“, sie ist verwirrt.

„Darf ich mich zu Ihnen setzen? Es ist alles besetzt und zudem sitzen sie am schönsten Sonnentisch“.

„Ähm…“. Sie weiß nicht recht, was sie sagen soll. Gerne würde sie weiter in Ruhe hier sitzen, die Sonne genießen und ihren Gedanken nachhängen. Doch irgendwie kann sie sich seinen Augen nicht entziehen.

„Okay“, sagt sie dann schließlich, als die Stille beginnt, unangenehm zu werden.

Er setzt sich, schweigend. Schaut sie nur an. Ihr bleibt nichts anderes übrig, als zurückzuschauen. Was soll ihre Freundin nur denken, wenn sie in diesem Augenblick dazu kommen sollte? Aber diese Augen… Was haben sie nur für eine Farbe? Sie sind völlig unergründlich und erschreckend betörend.

Sie kennt sich selbst nicht mehr. Erfolgreiche Geschäftsfrau, seit Jahren glücklich geschieden, kalt und rational sowohl beruflich wie privat. Sie hat sich im Griff – immer.

Doch ihre Gedanken schweifen ab, sind nicht mehr fassbar. Sie ist nicht mehr sie selbst.

*

Er schafft es.

Er hat sich unter Kontrolle. Sie liegt neben ihm, verstömt ihren Duft, bietet sich ihm an. Er widersteht.

Er schafft es.

Sie seufzt leise auf. Ihr Fuß berührt ganz leicht seinen Schenkel. Seine Nägel pressen sich noch fester in seine Handflächen.

Er schafft es.

Sie räkelt sich ganz leicht. Ihr Verlangen ist deutlich spürbar. Ihr Haar streicht sein Gesicht. Dieser Duft… Er hält den Atem an.

Er schafft es.

Sie hebt eine Hand, berührt seine Wange. Er öffnet die Augen, blickt in das tiefe Blau der ihren.

*

Dunkle Häuserfluchten. Gehetzter Gang. Seine Schritte hallen auf dem Pflaster. Sein Atem geht stoßweise. Gehetzt blickt er sich um, orientierungslos.

Allmählich geht die Sonne auf, Dunst streift durch die Straßen.

Endlich weiß er, wo er ist. Seine Beine haben ihn unbewusst an den Ort geführt, der ihn wie magisch anzog.

Die schwere hölzerne Tür ist nicht verschlossen. Stolpernd findet er seinen Weg durch die Bankreihen, bis er sein Ziel erreicht hat.

Kraftlos fällt er auf die Knie.

„Ich habe es nicht geschafft…“

Leer

Seit Tagen starre ich immer wieder auf dieses leere Feld. Schreibe ein paar Zeilen, lösche, fluche, schließe die Seite.

In meinem Kopf ist es leer.

Einzelne Gedanken ziehen wie Nebelschwaden vorbei – wenn ich sie greifen will, verschwinden sie.

Das macht mich nervös, unsicher, verwirrt.

Für gewöhnlich sprudel ich über vor verrückten Ideen, rede wie ein Wasserfall – ohne Punkt und Komma. Springe von einem ins andere Thema, finde gar nicht die Zeit, um all das zu erzählen oder aufzuschreiben, was mir durch den Kopf geht.

Und nun nichts.

Liegt es daran, dass ich das Gefühl habe, es sei alles schon irgendwann, irgendwie und von irgendwem gesagt?

Liegt es daran, dass ich manchmal Angst vor meinen Gedanken habe und sie deshalb so ausblende, dass ich sie selbst nicht mehr fassen kann?

Liegt es daran, dass im Moment eigentlich alles glatt läuft und die „krassen“, bemerkenswerten Gedanken fehlen, die dann auftauchen, wenn etwas gründlich in die Hose geht?

Mein Leben plätschert vor sich hin. Eigentlich ist alles gut – man könnte denken, dass ich glücklich sein müsste. Ich bin gerade erst in eine neue Wohnung gezogen, die annähernd meine Traumwohnung ist, ich habe vor kurzem einen unbefristeten Arbeitsvertrag unterschrieben (und das ist heutzutage sicher eine großartige Sache), ich habe einige meiner Freunde durch den Umzug nun sehr nah bei mir…

Vielleicht ist das das Problem. Es ist alles in Ordnung. Vielleicht brauche ich einfach mehr Drama in meinem Leben, um schreiben zu können. Oder lasse ich im Moment einfach gar nicht zu, dass ein „Drama“ irgendeiner Art auftaucht? Alles ist okay, mein Leben läuft rund – also bloß nichts aufkommen lassen, was an der Fassade kratzt.

Erfahrung kann…

… man nicht kaufen,

aber man kann dafür bezahlen.